Schwindel

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Betroffene beschreiben beispielsweise ein Drehgefühl, Schwanken oder Unsicherheit beim Stehen und Gehen.

Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Sie können unter anderem im Gleichgewichtsorgan, im Nervensystem oder im Herz-Kreislauf-System liegen.

Neu auftretender, wiederkehrender, starker oder anhaltender Schwindel sollte deshalb ärztlich abgeklärt werden.

Osteopathische Untersuchung und Behandlung

Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können unter anderem Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse der Halswirbelsäule sowie der umgebenden Muskulatur betrachtet werden.

Werden dabei funktionelle Auffälligkeiten festgestellt, können diese abhängig vom individuellen Befund Gegenstand einer manuellen Behandlung sein.

Aus einem osteopathischen Untersuchungsbefund lässt sich jedoch nicht zuverlässig auf die Ursache des Schwindels schließen.

Die wissenschaftliche Evidenz für osteopathische Behandlungen bei Schwindel ist nicht hinreichend gesichert. Eine Besserung der Schwindelbeschwerden kann daher nicht zugesichert werden.

Eine osteopathische Untersuchung oder Behandlung ersetzt keine erforderliche ärztliche Diagnostik oder medizinische Therapie.

Weitere Indikationen

Patientinnen und Patienten mit chronischen oder systemischen Erkrankungen suchen teilweise ergänzend zu ihrer ärztlichen Behandlung eine osteopathische Praxis auf.
In der viszeralen Osteopathie werden neben dem Bewegungsapparat auch Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse im Bereich des Rumpfes und der dort liegenden Gewebestrukturen in die osteopathische Untersuchung einbezogen.
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) umfassen unterschiedliche Beschwerden und Funktionsstörungen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur. Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können unter anderem Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse der beteiligten Strukturen betrachtet werden.
Kopfschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Formen auftreten. Zu den häufigsten primären Kopfschmerzerkrankungen gehören Spannungskopfschmerzen und Migräne. Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können unter anderem Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse im Bereich der Halswirbelsäule sowie der Schulter- und Nackenmuskulatur betrachtet werden.